Unnötige Dinge

Ballast abwerfen Teil 2: Unnötige Dinge

Im heutigen Teil 2 der Beitragsserie „Ballast abwerfen“ geht es um das Entrümpeln deines Lebens von überflüssigen materiellen bzw. physischen Gegenständen.

Stichwort: Minimalismus

Ich bin mir sicher, dass du dieses Wort auch schon gehört hast. Vermutlich in einem der ganzen Blogs, die sich aktuell mit dem Thema Minimalismus beschäftigen und über die man im Internet doch immer wieder stolpert.

Die ganze Beitragsserie dreht sich für mich eigentlich schon um Minimalismus, da es für mich darum geht ohne unnötiges Gepäck bzw. Ballast durchs leben zu gehen. Unnötiger Ballast, der dich von deinem Glück abhält.

Im ersten Teil der Serie ging es bereits um das Entrümpeln deines Lebens von Menschen und Beziehungen, die dir nicht gut tun.

In unserer heutigen Überfluss-Gesellschaft spielt aber auch das Ausmisten von materiellen Dingen eine große Rolle.

Mal ehrlich: Wie viele Oberteile hast du?

Wenn deine Antwort, wie bei mir „Zu viele.“ lautet, dann bist du hier genau richtig.

Wir wollen immer mehr und mehr Dinge haben. Wahrscheinlich, weil es für uns Wohlstand ist, sich fast alles leisten zu können. Wieso nur 3 schwarze Shirts haben, wenn man auch 4 zum selben Preis bekommen kann.

Wir horten wie Konsum-Messis unnötige Dinge, mit dem Gedanken, dass wir es ja irgendwann einmal brauchen könnten.

Ich mache z.B. jeden Morgen meinen Kleiderschrank auf und sehe eine weiße Tunika von Esprit, die ich mir vor 2 Jahren gekauft habe. Ich musste sie unbedingt haben. Weißt du, wie oft ich sie getragen habe?

Ein einziges Mal in meinem Marokko Urlaub! Wieso ich sie noch habe?

Ich könnte sie ja irgendwann nochmal brauchen!

Während ich diese Woche über diesen Beitrag gegrübet habe, sind mir viele Dinge in meiner Wohnung aufgefallen, die schon sehr lange Zeit nicht verwendet wurden, und immer unter dem Vorwand bleiben durften, dass ich sie sicher irgendwann nochmals brauche.

Minimalismus steht für mich einfach für ein nachhaltigeres Leben und einen nachhaltigeren Umgang mit Ressourcen. Ich bin sicherlich kein Minimalist, aber ich versuche Dinge, die ich nicht brauche weiterzugeben und damit beispielsweise Menschen, die es nicht so gut haben zu helfen.

Dann bist du die Sachen los und du fühlst dich gut, weil du anderen helfen konntest.

Sinn des Entrümpeln ist nicht, dass du die unnötigen Sachen entsorgst, Sinn ist eher, dass du dich von ihnen befreist und sie ein Zuhause finden, wo jemand sie wirklich brauchen kann und wo die Kleidung nicht nur im Schrank hängt oder das iPad nicht nur in der Ecke liegt.

Ziel ist dabei auch eher, die Sachen wegzugeben, nicht sie zu verkaufen – was ich z.B. bei Kleidung so handhabe, bei einem höherpreisigen Gut, wie beispielsweise dem erwähnten überflüssigen iPad nicht.

Minimalismus bedeutet für mich nicht, ein Leben ohne materielle Dinge zu führen, sondern ein Leben ohne Ballast zu führen – egal ob dieser Ballast aus negativen Menschen, unnötigen Dingen oder zu vielen negativen Gedanken besteht.

Wie es dieses Zitat so schön ausdrückt:

„Minimalismus bedeutet nicht, nichts zu haben, sondern keinen Ballast zu haben.“

Bei mir musste einiges an Klamotten und Schuhen gehen sowie das besagte iPad.

Hier sind meine 4 Hauptgründe, wie Ballast abwerfen und minimalistischer leben dir hilft:

1. Du hast mehr Platz in deiner Wohnung

Ich erinnere mich noch zu gut an das Gefühl kurz nach meinem Einzug, es war nur das Nötigste da und es war echt befreiend! Ich habe es geliebt in diese ordentliche Wohnung zu kommen – dann hat sich immer mehr angesammelt. Bis ich mich entschieden habe, wieder den Weg zurück zu gehen und nach und nach Sachen auszusortieren.

2. Du lebst umweltfreundlicher

Unser heutiger Konsum verbraucht solche Unmengen an Wasser, Energie und Rohstoffen und stößt Tonnen von CO2 aus. Wir sind zu einer Wegwerf-Gesellschaft geworden, wo Dinge nicht entsorgt werden, wenn sie kaputt sind, sondern wenn das neue Modell erscheint. Indem du bewusster konsumierst reduzierst du zumindest deinen ökologischen Fußabdruck und tust damit der Umwelt etwas gutes.

3.Du sparst dir viel Geld

Wenn du nur die Dinge kaufst, die du auch wirklich benötigst und nicht das 4. weiße Shirt in deinem Schrank, hast du mehr Geld für die wirklich wichtigen Sachen übrig. Dieses kannst du entweder zur Seite packen und dir so eine gewisse Unabhängigkeit ermöglichen oder dir damit deine Träume, wie z.B. das Reisen ermöglichen.

4.Du hast Zeit für die wirklich wichtigen Dinge

Du kannst sicher auch ein Lied davon Singen, wie viel Zeit das Durchstöbern von Onlineshops nach dem perfekten Kleid oder die Recherche für ein bestimmtes Produkt benötigt. Überleg mal, was du in der Zeit alles hättest tun können. So viel wertvollere Dinge, wie z.B. deiner Leidenschaft nachzugehen, Freunde treffen oder Zeit mit dir verbringen.

Hab ich dich jetzt überzeugt, dass Entrümpeln von unnötigen Dingen echt gut tut?

Dann los: Wie rümpelst du denn nun am besten aus?

Ich gehe dabei in diesen 3 Schritten vor:

1. Fang klein an!

Such dir eine kleine Stelle aus, die du dir heute vornimmst. Das kann auch nur ein Fach in einem Schrank sein – da siehst du wenigstens direkt einen Unterschied zu vorher. Der Vorteil am klein anfangen ist, dass du dich nicht so schnell vom Chaos entmutigen lässt. Ich kenne es leider nur viel zu gut, dass ich denke:“Heute entrümpeln ich mein Wohnzimmer!“ Dann fange ich an und es ist so viel Chaos. Ich weiß dann nie, wo ich überhaupt anfangen und wo ich alles hinpacken soll – dann höre ich wieder auf.

2.Sortieren!

Wenn ich etwas entrümple gibt es 3 Stapel: Behalten, Wegwerfen und Überlegen.

Alles was ich ausräume wird so erstmal sortiert. Dann räume ich alles was ich behalten möchte ordentlich wieder ein und entsorge den Wegwerf-Stapel. Zum Schluss beschäftige ich mich mit dem Vielleicht-Stapel. Wenn mir bei den Dingen nicht einfällt, wann ich sie zuletzt benutzt habe oder wann ich sie das nächste mal benutzen könnte – dann weg damit!

3. Lass dich nicht ablenken!

Glaub mir ich weiß wie das ist. Man entrümpelt und plötzlich ist einer der wiedergefunden Gegenstände (z.B. mein Gameboy) so spannend, dass man ihn die nächsten Stunden nicht aus der Hand legt. Ganz gefährlich, da du dich sehr sicher danach nicht wieder ans Entrümpeln setzt. Mach dir zum Entrümpeln am besten motivierende Musik an, leg Smartphone, Laptop und alles was dich noch ablenken könnte ganz weit weg und konzentrier dich wirklich darauf, deine Stapel zu machen.

Und jetzt bist du dran, dein Chaos endlich anzupacken!

Lebst du bereits minimalistischer und bist diszipliniert genug, dich von deinem materiellen Ballast zu trennen?

Lass mir gerne einen Kommentar da, wie Entrümpeln bei dir aussieht und wie du dich danach fühst.

Signatur Blog Klein

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6 Comments

  • Lena
    14. November 2015 at 21:09

    Schöner Beitrag und ja, das stimmt. Ich tue mir unheimlich schwer Dinge auszusortieren und denke mir – wie du – dass ich das ja irgendwann noch gebrauchen könnte.
    Ich glaube, ich fange mal damit an, meinen Kleiderschrank auszumisten. Das sollte doch nicht soooo schwer sein 🙂

    • Monya
      Monya
      16. November 2015 at 23:07

      Hei Lena,
      vielen Dank! 🙂
      Ich bin mir ganz sicher, dass du es auch schaffst – ein weiterer Pluspunkt ist, dass man oft Sachen wiederentdeckt und endlich wieder zu schätzen weiß. Ich habe beim Ausmisten schon ganz tolle neue Lieblingsstücke entdeckt.
      Ich drück dir die Daumen 😉

      Liebe Grüße,
      Monya

  • Danni
    20. November 2015 at 15:18

    Schöner Post, hat mich daran erinnert, wie ich mal vor Jahren mit meiner besten Freunding zusammen ihr Zimmer aufgeräumt hab. Da haben wir auch die Methode mit den 3 Stapeln angewendet 😉 .
    Dein Beitrag hat mich davon überzeugt, dass ich mich jetzt endlich mal von meinen alten Büchern und CDs trennen werde. Danke dafür 🙂

    • Monya
      Monya
      21. November 2015 at 21:00

      Hi Danni,
      voll lieb von dir, danke! 🙂
      Du bist ja toll, dass du deiner Freundin beim ausmisten hilfst – vielleicht hilft sie ja dieses mal dir?

      Liebe Grüße,
      Monya

  • Malaika
    31. Januar 2016 at 12:30

    Hi Monya,

    ich bin auch seit einiger Zeit dabei, zu entrümpeln… es befreit definitiv, vieles hat ja aber auch emotionalen Wert, sodass es manchmal länger dauert, die „unsichtbaren Schnüre“ -sofern gewünscht- zu trennen und es loszulassen. 🙂

    Interessanter Blog, weiter viel Freude damit!

    Malaika

    • Monya
      Monya
      1. Februar 2016 at 18:34

      Hi Malaika (wow, ein schöner Name),
      ja da hast du echt recht! Manches kann man total leicht wegwerfen, aber das Geschenk der Mama zum 10. Geburtstag dann doch nicht.
      Oder ich könnte z.B. nie den Ring wegwerfen, den mir mein Exfreund geschenkt hat – nicht weil ich an ihm hänge, aber irgendwie ist der Gedanke schön, dass der Ring mal etwas bedeutet hat.

      Ich denke jeder löst sich da in seinem Tempo 🙂

      Danke für das Kompliment, schau gerne öfters rein.

      Liebe Grüße,
      Monya

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