Freiwilligenarbeit

So findest du dein perfektes Freiwilligenprojekt

Hast du schon einmal darüber nachgedacht bei einem Freiwilligenprojekt mitzuhelfen?

Du reist für längere Zeit und möchtest den Menschen gerne etwas zurückgeben? Dann ist Freiwilligenarbeit genau das richtige für dich! 

Du hast die Möglichkeit während deiner Reise eine Zeit lang kaum Geld zu brauchen.  Tolle Menschen kennenzulernen. Eine fremde Kultur besser zu verstehen, deinen Beitrag zu leisten und mit einem guten Gefühl weiterzuziehen. Ich finde das hört sich super an!

„We make living by what we get,
but we make a life by what we give.“
– Winston Churchhill –

Leider ist es gar nicht so einfach, das richtige Freiwilligenprojekt für dich zu finden. Einerseits ist die Auswahl unglaublich groß. Andererseits gibt es online zahllose Agenturen, die dich in ein Freiwilligenprojekt vermitteln möchten und dafür aber viel Geld fordern. Auch werden diverse Freiwilligenprojekte als Urlaub angeboten, das bezeichnet man mittlerweile schon als Voluntourismus.

Um ehrlich zu sein: Da ich mit meinen Ersparnissen reise, kommt es für mich nicht in Frage für ein Freiwilligenprojekt mehrere hundert Euro zu bezahlen. 

Es gibt verschiedene Plattformen, bei denen du dir kostenlose Freiwilligenprojekte aussuchen kannst bzw. du nur eine kleine Gebühr für den Zugang zu den Angeboten entrichten musst.

Welche kostenlosen Plattformen für Freiwilligenarbeit?

Die 2 bekanntesten Konzepte, die mir auch persönlich super gefallen sind www.woofinternational.org und www.workaway.info. Leider werden einem beide Seiten nicht angezeigt, wenn man einfach nach Freiwilligenarbeit oder Freiwilligenprojekten im Internet sucht. Auf die erste Seite bin ich durch einige Recherche gestoßen, die zweite Seite wurde mir von befreundeten Backpacken empfohlen, die dies während ihrer mehrjährigen Reise häufiger genutzt haben.

What about Woofing?

Hast du schon einmal von Woofing gehört? Woofing gibt es seit 1971 und die Abkürzung stand anfangs für „Working Weekends On Organic Farms“. Mittlerweile steht es für „World-Wide Opportunities on Organic Farm“. Das Konzept ist, dass du weltweit auf Biofarmen und kleinen Familienfarmen mithelfen kannst. Dabei arbeitest du ca. 4-6 Stunden pro Tag und erhältst dafür 3 Mahlzeiten am Tag und einen Schlafplatz. Bei den meisten Gastgebern sind Freiwillige jedoch weit mehr als „nur“ Arbeitskräfte. Sie nehmen dich gerne in Ihre Familien auf und versuchen dir ihr Leben zu zeigen.

Cool daran ist, dass du dich dabei nicht mit einer Agentur auseinander setzen musst, sondern dein Projekt online selbst aussuchen kannst. Fürs „woofen“ gibt es allerdings keine globale Mitgliedschaft, das heißt du musst dich je nach Land neu anmelden – was pro Land zwischen 0 und 56 Euro kosten kann, um Zugriff auf die Datenbank der jeweiligen Länder zu erhalten und Hosts kontaktieren zu können. Die Überblickseite findest du hier.

Wenn du also längere Zeit in einem Land unterwegs bist, lohnt es sich auf jeden Fall – hast du vor das Land öfters zu wechseln, dann bietet sich eher Workaway an.

Oder doch lieber Workaway?

Workaway ist eine tolle Plattform, um ein Freiwilligenprojekt zu finden. Die Plattform zeichnet sich vor allem durch eine weltweite Datenbank und verschiedenste Projekte aus. Für 23 Euro bzw. 30 Euro zu Zweit erhältst du 12 Monate Zugriff auf die Datenbank mit tausenden Hosts in 135 Ländern weltweit. Bei den meisten Projekten erhältst du für deine Arbeitsleistung Kost und Logie. Meistens 3 Mahlzeiten am Tag und ein Bett im 2-3 Bett Schlafsaal mit anderen Freiwilligen oder wenn du bei einer Familie arbeitest in deren Haus.

Bei vereinzelten Angeboten zahlst du einen kleinen Betrag für deinen Aufenthalt. Ich habe das bisher meistens bei, durch Spenden finanzierten, Schulen in Myanmar, Laos und Kambodscha gesehen. Diese Hosts erwarten von dir pro Woche 5$-6,50$ um die Schule überhaupt am Laufen zu halten. Die Mahlzeiten und Unterkunft bekommst du trotzdem. Daher finde ich das immer noch einen fairen Preis und eine tolle Möglichkeit einige Wochen Geld zu sparen und eine tolle Zeit zu haben.

Du hast Angst, dass du den ganzen Tag arbeiten musst und keine Zeit mehr hast, deine Reise zu genießen oder neue Orte kennenzulernen? Normalerweise musst du dir dabei keine Sorgen machen, da deine Arbeitsleistung meistens zwischen 15 und 20 Stunden in der Woche beträgt. Bei workaway.info ist oft angegeben, wie viel deiner Zeit dein Host benötigt. Solltest du keine Angaben finden, sprich die Hosts einfach darauf an.

Wieso nutze ich Workaway?

Ich selbst habe mir den Zugang zu Workaway geholt, da ich verschiedene Länder in Südostasien bereisen möchte. Da ich nicht unbedingt auf einer Farm arbeiten möchte, ist das riesen Angebot auf Workaway genau richtig. Aktuell spielt sich der Großteil meiner Arbeit am PC ab, daher möchte ich etwas ganz anderes machen. Um mal etwas Neues kennenzulernen, habe eher nach Jobs wie Babysitting, Englisch unterrichten oder Tierprojekten Ausschau gehalten.

Ich denke bei den 23€/Jahr hat man kein wirkliches Risiko und die Datenbank ist so riesig, dass für jeden das Passende dabei ist: Vom Baumhaus bauen, auf Biofarmen zu helfen, auf Kinder aufpassen, Hostels aufzubauen, sich um Tiere kümmern, Englischunterricht an Schulen oder für Privatpersonen sowie vieles mehr.

Freiwilligenarbeit bietet dir die Möglichkeit authentisch zu Reisen, Land und Leute kennenzulernen sowie unbezahlbare Erfahrungen und Begegnungen zu machen.

Für mich startet das erste Projekt im Oktober – ich werde in einer Schule in Kambodscha Englisch Unterricht für Kinder geben. Das ist eine spendenfinanzierte Schule in der Nähe von Siem Reap, die Unterstützung für die verschiedensten Bereiche sucht. Hier zahle ich auch die 5$/Woche, was für mich vollkommen in Ordnung ist.

Hast du schon einmal Woofing oder Workaway genutzt oder auf einem anderen Weg Freiwilligenarbeit geleistet? Welche Erfahrungen hast du damit gemacht?

Signatur Blog Klein

 

 

 

 

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7 Comments

  • Christin
    19. August 2016 at 12:19

    Hey Monya,

    vielen Dank für Deinen Beitrag. Ich bin in der Vergangenheit viel gereist und habe immer vorher in der Heimat Geld verdient. Bald bin ich wieder acht Monate unterwegs und möchte dann tatsächlich auch mal die Seite WorkAway ausprobieren. Davon schwärmen viele Reisende.

    Ich glaube, dass Freiwilligen-Arbeit ein guter Weg ist, näher mit den Einheimischen zusammen zu kommen und freue mich drauf. Außerdem kann man mal was neues lernen.

    Daher super, dass du das Thema aufgegriffen hast.

    • Monya
      Monya
      19. August 2016 at 17:47

      Hi Christin,

      wo warst du denn bisher und wo geht die nächste Reise hin? 🙂

      Ich denke auch, dass das einer der besten Aspekte der Freiwilligenarbeit ist – du lernst ein Stück weit das „echte“ Leben im Land kennen.
      Nicht nur die Seite, die den Touristen gezeigt wird.

      Bin gespannt auf deine Erfahrungen 🙂

      Liebe Grüße,
      Monya

      • Christin
        29. Dezember 2016 at 3:36

        Hola Monya,

        mensch sorry. Jetzt bin ich ewig nicht bei dir vorbei gekommen. Ich bin bis auf Afrika recht viel rum gekommen. Lateinamerika und Südamerika habe ich bis auf wenige Ausnahmen gesehen, Kuba, Neuseeland, Australien, viel in Asien…

        Schau doch mal bei mir vorbei, da gibt es auch mehr zu meinem aktuellen Reiseprojekt. Gerade bin ich in Argentinien, war bereits in Kolumbien und bald geht es über Neuseeland wieder nach Asien.

        Leider habe ich es bisher noch nicht mit der Freiwilligenarbeit geschafft. Aber in Neuseeland nehme ich einen neuen Anlauf. Ich versuche es über Work-Away und leider antworten manche Hosts einfach nicht. Sehr schade!

        Schöne Grüße aus Ushuaia sendet dir,

        Christin

        • Monya
          Monya
          5. Januar 2017 at 12:19

          Hi Christin,

          wow, du bist ja echt schon viel rumgekommen 🙂 Amerika – weder Nord noch Süd war ich bisher noch gar nicht, irgendwann dann hoffentlich.
          Bei mir hat es mit der Freiwilligenarbeit bisher hat ganz gut geklappt, meistens habe ich eine Antwort bekommen. Das nächste Projekt startet Ende des Monats.

          Als Tipp kann ich dir nur mitgeben, dir die Bewertungen und Antwortquoten anzuschauen. Wenn das schon mies ist, schreibe ich gar nicht an.
          In Neuseeland soll Woofing auch sehr gut funktionieren – das haben mir viele unterwegs jetzt erzählt.

          Drücke dir die Daumen, dass du bald Antworten erhältst 🙂

          Liebe Grüße,
          Monya

  • Paul
    19. August 2016 at 15:00

    Das ist interessant =)

    Ich möchte nach meiner Masterarbeit für ein halbes Jahr durch Südamerika reisen, also werde ich mich da auch Workaway umschauen =).

    • Monya
      Monya
      19. August 2016 at 17:48

      Hi Paul,

      wow 6 Monate Südamerika 🙂 Wo soll es denn genau hingehen?
      Hast du schon mal Workaway gemacht?

      Schon mal ganz viel Spaß 🙂
      Liebe Grüße,
      Monya

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