Im Moment leben

Gastbeitrag: Hier und Jetzt – so lebst du im Moment

Denkst du noch oder lebst du schon im Moment?

Heute schreibe nicht ich für euch, sondern ein Freund von mir – Julian! In letzter Zeit haben wir uns sehr viel unterhalten, was Reisen angeht. Beständigkeit. Den Moment leben. Pläne. Also im Großen und Ganzen haben wir viel über das Leben gesprochen.

Und Julian hat mir eins Voraus: Er lebt den Moment. Er genießt, was heute ist. Morgen passiert sowieso was passiert und gestern können wir nicht beeinflussen. Ich hab Julian gefragt, wie er das macht. Wie er es schafft, einfach das Hier und Jetzt zu genießen ohne Sorgen, was in ein paar Wochen ist.

Alles was jetzt folgt, ist seine Erklärung, wie er das Leben im Moment betrachtet, wieso er so lebt und wie das möglich ist. 

Lebe den Moment – so sieht Julian das Hier & Jetzt

Es war eigentlich ein ganz normaler Arbeitstag im Büro. Die Sonne gibt bereits vormittags ihr Bestes, um den Tag zu verschönern. Und mir ist zu heiß, um den ganzen Tag auf der Arbeit zu verbringen. Also bin ich spontan gegangen und habe den Nachmittag frei gemacht. Ich wollte mich mit einem Kumpel treffen und ins Freibad gehen. Er konnte dann doch nicht und es wurde einer meiner Julian-Genießer-Tage. Zumindest ein Nachmittag ganz für mich allein.

Auch Monya von „Be Crazy, Go Happy“ hat so einen Tag. Sie nennt ihn „Glückstag“.

Kurz erklärt ein Tag, an dem man nur Dinge tut, die einen glücklich machen. Was hab ich nachmittags also gemacht? Eigentlich nicht besonders viel: Ich bin im Freibad in der Sonne gelegen und habe meine Lieblingslieder hoch und runter gehört.

Neben diesen Glücksmomenten war aber auch Zeit, um mir über ein paar Dinge Gedanken zu machen. Über das Leben, die Liebe und die Frage, ob ich einen bestimmten Menschen zum falschen Zeitpunkt getroffen habe. Oder besser gesagt: Zum falschen Moment?

Vor ein paar Tagen hatte ich angefangen das Buch „Die zehn Geheimnisse der Liebe“ von Adam Jackson zu lesen. Vom Blättern durch ein paar Seiten ist mir folgender Satz in Erinnerung geblieben:

„Du bekommst, was du denkst“

Nur fünf Wörter. Wörter, in denen aber meiner Meinung nach so viel Bedeutung steckt!

Ich fragte mich deshalb: Gibt es so etwas wie die „Kraft der Gedanken“, die Jackson mit diesen fünf Wörtern beschreibt, wirklich?

In meinem Beruf und meinem Privatleben – und dazu gehört auch die Liebe – sage ich mir in letzter Zeit immer öfters:

Die Zukunft ist das was noch kommt. Die Vergangenheit ist das, was war.

Somit ist beides – die Vergangenheit und die Zukunft – ein Stück „Illusion“. Eine Illusion, die uns Menschen oft von dem ablenkt, was im Leben wirklich von Bedeutung ist:

Der Moment.

Was soll ich mir über Dinge Gedanken machen, die Vergangenheit sind oder erst noch kommen? Der gestrige Tag ist bereits vorbei! Der morgige Tag kommt erst noch!

Was jetzt gerade ist, ist für mich der Moment. Der Moment passiert im Hier und Jetzt.

Mein Nachmittag alleine im Freibad war sehr schön. Aber er ist nun vorbei und liegt in der Vergangenheit. Den morgigen Tag stelle ich mir in meinen Gedanken bereits sehr schön vor. Allerdings gibt es ihn noch nicht. Wie der Tag wird, ist zunächst nur eine Vorstellung in meinen Gedanken.

Deshalb glaube ich sehr an den Moment. Also das, was in meinem Leben gerade im Jetzt und Hier, zu diesem Zeitpunkt, passiert.

Eigentlich müsste es uns allen so gehen, denn alles im Leben passiert im Grunde genommen doch im Hier und Jetzt?

Was in zwei Wochen passiert, das passiert in zwei Wochen.

Aber mein Leben findet jetzt statt. In diesem Moment, in dem ich für Euch diese Zeilen schreibe.

Wenn ich in mich gehe, bin ich mir sicher, man muss jeden dieser Momente nur packen und versuchen jeden Einzelnen zu fühlen.

Ich mag ihn, den Moment.

Um im Moment zu leben, muss man ein stückweit einfach durch das Leben rasen. Das heißt aber nicht, dass man sich im Leben beeilen muss, weil der Moment zu schnell vorbei sein könnte.

Vielmehr muss man sich das vielleicht einfach an Hand eines Autos mit Gangschaltung vorstellen und zugleich an etwas Wichtiges im Leben denken:

Die Liebe.

Ich für meinen Teil sage mir, dass ich in der Liebe mit Mitte 20 nicht im ersten Gang fahren will. Ich möchte nicht an Vergangenes oder die Zukunft denken. Mit Mitte 20 möchte ich in der Liebe vielmehr an den Moment denken und diesen leben.

Tue ich das nicht, dann stecke ich in der besten Zeit meines Lebens fest. Ich drücke das Gaspedal also lieber fester und möchte so viele schöne Momente wie möglich haben. Der Moment begleitet mich bei dieser Fahrt.

Ein Zitat von Arthur Schopenhauer beschreibt diesen Zustand, wie ich finde, ganz gut:

„Die Gegenwart allein ist das, was immer da ist und unverrückbar feststeht.“

Der einzige Zeitpunkt in welchem meine Leben stattfindet ist die Gegenwart und damit der Moment. Alles andere ist eine Illusion.

Mein Tipp deshalb:

Nicht zu viel von der Zukunft träumen oder an die Vergangenheit denken. Das bringt einen als Menschen nicht weiter. Stattdessen den Moment leben und lieben lernen. Denn das Leben findet jetzt statt, genau in diesem Moment, in welchem du diesen Beitrag auf „Be Crazy, Go Happy“ liest.

 

Wer ist denn jetzt Julian?

Im Moment lebenJulian ist ein sehr lieber Freund von mir, den ich erst vor Kurzem kennengelernt habe. Von Anfang an haben wir gemerkt, dass wir doch in sehr vielen Lebensbereichen sehr ähnliche Ansichten und Vorstellungen haben. In Julian steckt ein Abenteurer, der gerne um die Welt reist und jede freie Zeit für neue Erfahrungen nutzt. Ein kreativer Kopf, was er durch seine Texte und sein Fotografietalent beweist. Außerdem ein Partylöwe (auch wenn er das erst noch beweisen muss) – kleiner Scherz von uns beiden ;). Leider hat Julian noch keinen eigenen Blog – aber was nicht ist, kann ja noch werden.

 

Fällt es dir leicht im Moment zu leben oder bist du eher wie ich, dass du viel über das nachdenkst, was noch kommt?

Ich bzw. wir freuen uns davon zu hören – lass uns doch einfach einen Kommentar da.

Signatur Blog Klein

 

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2 Comments

  • Ronja
    24. Juli 2016 at 10:02

    Hey Monya, hey Julian,

    sehr coole Gedanken! 🙂

    Ich beschäftige mich auch immer wieder gerne mit dem JETZT, bzw. es wird einfach immer klarer, dass das Einzige, was wir haben, ZEIT ist. Alles andere ist relativ. Unwichtig. Unsere Zeit ist die einzige „Währung“ mit der wir wirklich zahlen. Wir sollten sie gut investieren. In genau die Dinge, die uns selbst und die Menschen, die wir lieben, glücklich machen.

    Die Frage ist doch immer „Ist dir deine Zeit das Hier wert?“
    Wie viel von deiner Zeit bist du bereit einzutauschen gegen Geld, das du nutzen kannst, um Dinge zu bekommen, die du liebst? Und wie willst du sie eintauschen?

    Da ist es doch das Wichtigste von allen, dass du jeden Moment liebst, das Beste daraus machst und glücklich bist.

    Liebe Grüße,
    Ronja

    • Julian
      24. Juli 2016 at 13:37

      Hallo Ronja,
      vielen Dank für deinen Kommentar!
      Ich kann mich deinen Ausführungen zum Thema ZEIT voll und ganz anschließen. Man lebt nur einmal und sollte meiner Meinung nach die ZEIT und mit ihr die Momente im Hier und Jetzt genießen!
      Zeit gegen Geld tauschen? Diese Frage sollte sich der ein oder andere wirklich stellen! Unsereiner verbringt für gewöhnlich ja die meiste Zeit seines Lebens im Job. Das ist zunächst erst einmal völlig legitim. Allerdings kommt es doch darauf an, wie man seine Zeit im Job verbringt? Ich habe in den letzten Monaten immer mehr den Eindruck gewonnen, dass viele nur zur Arbeit gehen, um dann von morgens bis abends auf den Feierabend zu warten. Menschen, die somit den ganzen Tag in einer Art Warteschleife verbringen. Ich freue mich deshalb, dass ich einen Job gefunden habe, der mir Freude bereitet und dass ich dort kreative Dinge tun kann – danke an Monya für deine Beschreibung mit dem kreativen Kopf 😉 – die mir viel Spaß bereiten. Die Währung Zeit ist bei mir somit recht gut investiert. Was an dieser Stelle aber nicht heißen soll, das ich nicht noch gerne mehr Zeit für Abenteuer hätte. Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden 🙂
      Beim Schreiben meines Blogbeitrages habe ich mich übrigens mehrmals gefragt, ob es im Leben so etwas wie den falschen Moment gibt, also dass etwas zur falschen Zeit passiert! Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass es keinen falschen Zeitpunkt, sondern nur die falsche Entscheidung – nämlich die gegen den Moment gibt. Ich finde jeder von uns sollte den Mut haben sich der Realität zu stellen.
      Ich möchte mir den Moment nicht nehmen lassen. Denn vielleicht kommt er niemals wieder – dieser eine, dieser eine Moment.
      Liebe Grüße,
      Julian

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