Loslassen

Wie du endlich loslässt – in 3 Schritten zur Freiheit

Bei dir hat sich in letzter Zeit auch etwas drastisch verändert und du klammerst dich noch an die Vergangenheit? Du weißt nicht, wie du nach vorne schauen sollst und der neuen Situation überhaupt eine Chance gibst? Du möchtest endlich die Vergangenheit loslassen, nach vorne schauen und dein Leben wieder genießen?

In den letzten Wochen habe ich mir unzählige Male die Frage gestellt, wie ich es schaffe endlich loszulassen. Bei mir steht diese Frage aktuell in Zusammenhang mit einer Trennung vor wenigen Monaten.

Aber nicht nur nach einer Trennung stehst du vor der Frage, wie du die bisherige Situation loslassen kannst. Weitere Situationen, in denen du dich mit dem Loslassen konfrontiert siehst können beispielsweise ein Umzug sein, ein neuer Job oder eine Chance, die dann leider doch nicht geklappt hat.

Loslassen fällt keinem von uns leicht und doch ist es die Voraussetzung, um überhaupt weitermachen zu können. 

Jemand Neues die Chance zu geben, dich komplett umzuhauen. Einer neuen Stadt die Chance zu geben, doch nicht ganz so schlecht zu sein oder das Wissen, dass wenn du eine Chance verpasst hast, ganz sicher irgendwo eine neue auf dich wartet.

Wie sagt heiß es so schön:

„Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich irgendwo ein Fenster.“

Wie man jemanden oder etwas loslassen kann, damit habe ich mich selbst in den letzten Wochen viel beschäftigt. Vorgestern bin ich zufällig auf „Life of Love“ gestoßen, das Blog der lieben Denise. Sie hat dort einen Beitrag geschrieben, zum Thema, wie man lernt das Gute und das Schlechte loszulassen und ich konnte daraus viele Erkenntnisse für mich ziehen.

Wenn wir im Leben etwas Gutes hatten, dann möchten wir das in unserem Leben halten, wie klammern uns daran fest – aus Angst, dass so etwas Gutes nie wieder kommt. In dem wir uns daran festklammern, versuchen wir es zu kontrollieren. Zu bestimmen, dass es so bleibt und wir nicht loslassen müssen, was uns ein Gefühl der Kontrolle gibt.

Und mal ehrlich: Wer liebt es nicht, eine Situation kontrollieren zu können? Für die meisten von uns gibt es nichts schlimmeres, als die Kontrolle komplett abgeben zu müssen, wie z.B. wenn du in einem Flugzeug sitzt.

Du kannst das z.B auf eine Trennung wie folgt übertragen:

Der bisherige Partner ist trotz der Trennung eine sehr vertraute Person für dich gewesen, ihr hatten eine tolle Zeit, habt viel erlebt und vielleicht hast du davor noch für niemanden so empfunden. Dein Unterbewusstsein klammert sich daran fest, da du in dir die Angst hast, dass nie wieder jemand in dein Leben tritt, der dich so berührt. Jemand, für den du so fühlen kannst, wie du es für diese eine Person getan hast. Aber umso größer deine Angst davor ist, umso mehr klammerst du dich an dieses Idealbild der Liebe mit dieser Person. Du könntest morgen die Liebe deines Lebens treffen und würdest es nicht bemerken, da du dich so an dein Idealbild klammerst und dadurch jemand Neues nicht einmal die Chance hat, dir den Boden unter den Füßen wegzuziehen (im Positiven Sinne gesprochen).

Du musst also deine Idealvorstellung endlich loslassen, um etwas Neues zulassen zu können. Dies funktioniert nur, wenn du zuversichtlich bist, dass so etwas Schönes wieder zu dir kommt – denn das wird es. Egal wie aussichtslos dir das aktuell noch erscheint.

Loslassen bedeutet etwas zu akzeptieren. Zu akzeptieren, dass etwas nicht so gelaufen ist, wie du das gerne wolltest. Zu akzeptieren, dass etwas vorbei ist. Loslassen kann wehtun. Es ist etwas für Mutige, denn meistens bedeutet Loslassen auch erst einmal Verlust.

Ich bin mir ganz sicher, dass du zu den Mutigen gehörst, die sich dem Loslassen stellen!

Das Loslassen ist eine bewusste Entscheidung, die nur du treffen kannst. Loslassen bedeutet, dich zu entscheiden, die Vergangenheit zurückzulassen und deinen Blick nach vorne zu richten.

Offen zu sein, für neue Chancen und Veränderungen. Offen zu sein für die Zukunft.

Nur wer es schafft loszulassen, kann ein glückliches und erfülltest Leben führen!

Du fragst dich jetzt sicher, wie du das denn konkret machen sollst.

Die folgenden 3 Schritte helfen dir, dich von der Vergangenheit zu lösen, nach vorne zu blicken und endlich deine Freiheit zu genießen.

Schritt #1: Schreib dir die Gedanken aus dem Sinn

Es klingt fast zu leicht um zu funktionieren, oder?

Aber glaub mir, es funktioniert. Kennst du das, wenn sich deine Gedanken häufig um das selbe Thema drehen? Du deinen Freunden hunderte Male dasselbe erzählst und sie dich langsam für verrückt halten?

Setz dich einfach mal hin, nimm ein Blatt und schreib alles was dir durch den Kopf geht auf. Die ganze ungeschönte Wahrheit. Du musst dich für deine Gedanken vor niemandem rechtfertigen, niemand wird lesen, was du eben aufgeschrieben hast.

Vor allem vor dem zu Bett gehen, wirkt diese Methode Wunder. Ich bin oft todmüde, lege mich hin und die Gedanken beginnen zu kreisen. Daher habe ich immer ein Blatt Papier und einen Stift auf dem Nachttisch – wenn ich nicht schlafen kann, schreibe ich die Gedanken auf, so sind sie aus dem Kopf und ich kann sie besser verarbeiten.

Dadurch, dass du deine Gedanken aufschreibst, lässt du schon ein stückweit los, da du die Gedanken schon mal aus deinem Kopf herausholst und es dir ermöglichst, nicht mehr so intensiv darüber nachdenken zu müssen.

Die Methode eignet sich auch, wenn man du dir gar nicht so sicher ist, woran du dich denn eigentlich klammerst und wieso deine Gedanken Achterbahn fahren.

Probier es aus!

Schritt #2: Schluss mit der Vergangenheit

Hör auf ständig über die Vergangenheit nachzudenken und dich zu fragen, was gewesen wäre, wenn du dies oder das besser/anders gemacht hättest.

Das Wichtigste ist jetzt, dass du nach vorne blickst und neue, vor allem positive Gedanken fasst. Beispielsweise nach einer Trennung oder Kündigung – du kannst nicht zurück, diese Option fällt ja auf jeden Fall weg. Bei einer Beziehung zwar nicht unbedingt, aber wie man so schön sagt: „Aufgewärmt schmeckt nur Gulasch.“

Für eine Trennung, Kündigung oder jede andere Veränderung gibt es immer einen Grund, also stell deine bereits getroffene Entscheidung nicht mehr in Frage. Du hast dich entschieden und auch wenn diese Entscheidung nicht einfach war, wehgetan hat und viel Mut von dir erfordert hat – sie war richtig!

Du hast für dich die Entscheidung getroffen, die sich für dich im ersten Moment gut angefühlt hat. Erinnerst du dich an das Gefühl der Erleichterung?

Also schaue nach vorne, sieh dich nach den vielen neuen Möglichkeiten um, die sich dir bieten und sei offen und positiv für alles was nun auf dich zukommt. Geh nicht den Schritt zurück. Er wird dich auf kurze oder lange Sicht wieder in die selbe verzwickte Situation bringen, auch wenn es dir vielleicht anfangs dein Leid mindert.

Schritt #3: Übernimm die Verantwortung für dein Leben

Es ist dein Leben, du gestaltest es – niemand anders! Auch hier spielt das Thema Selbstliebe wieder eine gigantische Rolle. Wenn du dich selbst gerne hast, weißt du ganz genau, dass du die Verantwortung und Entscheidungsgewalt über dein Leben hast.

Dass du dich nicht an Jemanden oder Etwas klammern musst, um glücklich zu sein, Du schaffst das doch ganz alleine! Und vor allem bist du dir bewusst, dass etwas Schönes irgendwann wieder passiert oder du irgendwann wieder jemanden so lieben wirst, wenn nicht sogar noch viel viel mehr.

Und bis es soweit ist, kommst du mit dir alleine sicherlich ganz gut aus, oder? Nachdem du schon deine ersten Dates mit dir verbracht hast weißt du ja wie es geht!

Überlege dir, wie du wieder die Kontrolle über dein Leben übernimmst und die Vergangenheit loslässt.

Konzentrier dich auf dich und tu dir etwas Gutes, wie z.B.

  • gönn dir einen gemütlichen Seelenstreichlertag auf dem Sofa mit Kuscheldecke, Tee und deiner Lieblingsserie oder einem guten Buch
  • verbringe etwas Zeit in der Therme (was ist entspannender, als warmes Blubberwasser?)
  • suche dir ein tolles Rezept aus und bekoche dich mal wieder augiebig

Das wird alles!

Wenn du die Vergangenheit hinter dir lässt und deinen Blick auf die Zukunft richtest, kannst du deine Freiheit und dein Leben endlich wieder in vollen Zügen genießen.

Erzähl mir gerne in einem Kommentar oder über das Kontaktformular, wie du etwas loslässt oder ob dir meine Tipps geholfen haben.

Signatur Blog Klein

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8 Comments

  • Willi
    30. Oktober 2015 at 7:50

    Hey Monya!
    Schöner Beitrag den ich direkt so unterschreiben könnte. Ich war selber in einer ähnlichen Situation. In einer langjährigen Beziehung die mich nicht mehr glücklich gemacht hat. Aber was soll man machen? Man hat eine gemeinsame Wohnung und teilt auch sonst das komplette Leben miteinander. Es hat mich viel Überwindung gekostet diese zu beenden, aber am Ende dachte ich mir immer nur: „Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende“. Wenn man es aber geschafft hat loszulassen, fühlt man wie gut es tut und ärgert sich, das man es solange vor sich hergeschoben hat. Schritt 1 klingt spannend, vielleicht werde ich das mal ausprobieren! 🙂

    Danke für den tollen Artikel!

    Grüsse aus Neuseeland,
    Willi

    • Monya
      Monya
      30. Oktober 2015 at 22:59

      Hi Willi, willkommen! 🙂
      Danke für deine Gedanken – ich kann das sehr gut nachvollziehen.
      Vor allem nach vielen gemeinsamen Jahren und der gemeinsamen Wohnung ist der andere doch irgendwie ein Teil von einem selbst.
      Als müsste man einen Teil von sich loslassen.
      Mutig von dir, dass du es geschafft hast und die Entscheidung auch im Nachhinein die richtige geblieben ist! Und so ein passender Spruch dazu 😉
      Probier es wirklich mal aus, deine Gedanken aufzuschreiben, um sie loszulassen – glaub mir das funktioniert!
      Ganz liebe Grüße nach Neuseeland (kann man irgendwo darüber lesen?),
      Monya

  • Das twentysomething 1x1
    30. Oktober 2015 at 11:49

    Hey Monya 🙂

    Ein sehr schöner Beitrag über ein Thema, das wohl jeden in den Zwanzigern und auch später im Leben immer wieder begegnet!

    Wenn ich das Wort „loslassen“ höre, denn kommt mir noch etwas weiteres in den Sinn: Manchmal sind wir so verkrampft, so fixiert auf ein Ziel, so vernarrt darin, etwas zu bekommen, dass wir vergessen einfach mal loszulassen und dem Prozess zu vertrauen. Am Ende wird alles gut und wenn es nicht gut ist…

    Saludos,

    Pascal

    • Monya
      Monya
      30. Oktober 2015 at 23:04

      Hallo Pascal,
      ich denke ebenfalls, dass das Thema Loslassen einem im Leben immer begegnet. Leider befürchte ich, dass es mit dem Alter auch größere Kraft fordert etwas bzw. jemanden loszulassen, wenn man z.B. einen geliebten Menschen verliert oder einen harten Schicksalsschlag erleidet.
      Eigentlich können wir froh sein, dass es in den 20ern „nur“ eine frühere Beziehung ist 😉

      Du hast absolut recht. Umso mehr wir etwas wollen, umso weniger bekommen wir es. Und ja, auf jeden Fall wird am Ende alles gut und wenn es nicht gut ist, dann ist es nicht das Ende – daran glaube ich auch ganz fest 🙂

      Danke, dass du deine Gedanken mit mir geteilt hast.
      Liebe Grüße,
      Monya

  • Denise
    3. November 2015 at 23:05

    Hallo Monya,

    ein wundervoller Artikel zum Thema loslassen! Für mich ist der Schritt 1 einer der allerwichtigsten, ohne den würde bei mir nicht so viel passieren. Leider bin ich nur extrem schreibfaul 😀 deshalb hab ich mir die Motivation des Blogschreibens geholt. Ich fühle da eine gewisse Verpflichtung mir aber auch anderen gegenüber und das motiviert mich total.
    Und grad heute auch bei mir ein großes Thema gewesen: Akzeptieren und Anerkennen – Wenn ich dass tue, spüre ich die Kraft zum Loslassen.

    Freue mich darauf mehr von dir zu lesen!
    Liebe Grüße
    Denise
    PS. Lieben Dank für’s verlinken 🙂

    • Monya
      Monya
      4. November 2015 at 22:21

      Liebe Denise,
      schön, dass du vorbeischaust 🙂
      Ja ich denke wir Blogger setzen Schritt 1 eben meistens durchs bloggen um.
      Wir schreiben ja doch meist auch über Themen, die uns selbst beschäftigen – so werden wir sie ja auch irgendwie los 😉
      Deine Motivation kann ich da gut verstehen! Vor allem, wenn auch Bestätigung zurückkommt, motiviert es einen ja doppelt weiterzumachen.
      Akzeptieren und Anerkennen sind gar nicht so einfache Themen, bzw. viel leichter gesagt, als getan…

      Liebe Grüße,
      Monya

      P.S. Hab dich sehr gerne verlinkt, immerhin hast du den Gedanken angestoßen 🙂

  • Johannes
    7. November 2015 at 0:47

    Hey Monya,

    ein sehr schöner Artikel! Ich habe vor einiger Zeit auch das Ende einer längeren Beziehung erlebt. Kann also sehr gut nachvollziehen, was du schreibst. Vor allem die Punkte 2 und 3 finde ich sehr wichtig. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass es mir nicht so viel bringt, ewig darüber nachzudenken und Lust das aufzuschreiben hatte ich sowieso nicht. 🙂
    Für mich hat Ablenkung sehr gut funktioniert. Dadurch, dass ich in der Zeit sehr viel Neues gemacht und immer etwas zu tun hatte, hatte ich gar nicht die Zeit mich mit meiner Vergangenheit zu beschäftigen. Und noch eine bisschen krassere Methode zum Schluss: Ich habe mir die negativen Dinge von Beziehung und Partnerin bewusst gemacht und mich damit auf das Positive der Trennung konzentriert. So habe ich es sehr schnell geschafft, mich sogar über sie zu freuen und dankbar dafür zu sein.

    Liebe Grüße,
    Johannes

    • Monya
      Monya
      7. November 2015 at 7:58

      Hi Johannes,
      danke für deine Gedanken zum Thema 🙂
      Ich denke jeder muss auch so ein bisschen seinen eigenen Weg finden.
      Ablenkung ist so eine Sache. Ich glaube das funktioniert einige Zeit sehr gut und irgendwann holt eines alles ein. So war es bei mir, aber wenn es für dich funktioniert hat – umso besser!
      Ich finde deinen Tipp am Ende eigentlich fantastisch! Vor allem nach dem Ende einer längeren Beziehung vergisst man nach und nach die Trennungsgründe und sieht die vielen schönen, gemeinsamen Momente. Da hilft es sicherlich sich nochmal bewusst damit auseinanderzusetzen, was an der Beziehung und am Partner nicht so toll war und wieso man sich denn getrennt hat – denn schließlich hatte man ja mal seine Gründe.
      Danke, dass du diesen Tipp mit mir/uns geteilt hast 🙂

      Liebe Grüße,
      Monya

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