Das ist dein Leben

Dieser Beitrag beschäftigt mich schon seit einigen Tagen.

Angestoßen wurde er durch den Song „Das ist dein Leben“ von Philipp Dittberner.

Der Song läuft bei mir mehrmals am Tag und jedes Mal denke ich über eine Passage besonders nach:

„Das ist dein Leben,

Das ist wie du lebst

Warum du liebst und lachst

Und dich selbst nicht so verstehst

Warum du dir wieder so fremd bist

Deiner doch so hellen Zeit

Warum du den wieder vermisst,

Der dich sicher nicht befreit.“

Das hier ist kein Beitrag, wie ich ihn sonst schreibe. Keine 5 Schritte oder Tipps. Das hier sind einfach meine Gedanken zu diesem fantastischen Song, die jetzt auf den Bildschirm müssen. Ich würde mich übrigens auch sehr auf deine Gedanken zu dem Song freuen.

Ich finde diese Passage trifft es so gut auf den Punkt.

Das ist dein Leben! Nicht deine Freundin bestimmt darüber, nicht deine Eltern, nicht die Gesellschaft – du ganz alleine bist dafür verantwortlich! Du allein bist in der Lage es zu verändern und dein Leben so zu gestalten, wie du das möchtest.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass viele Menschen das gar nicht verstehen. Sie verbringen ihr ganzes Leben im Hamsterrad und springen erst in der Rente raus. Stellen sich die Frage, wieso sie dieses oder jenes nicht gemacht haben. Und bereuen am Ende vielleicht die vielen verpassten Möglichkeiten oder geplatzten Chancen.

Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich möchte im Alter nicht auf meiner Gartenbank sitzen und mich fragen, was gewesen wäre, wenn ich z.B. alleine auf Reisen gegangen wäre. Ich möchte auf meiner Gartenbank sitzen und dem Mensch neben mir von meinen Reisen erzählen können. Von Erfahrungen, von tollen Momenten, liebevollen Menschen und ganz, ganz viel Fernweh.

Unser Leben macht so viel aus. Wir haben nur eines. Wir lieben, wir lachen, wir weinen und manchmal fallen alle drei Dinge zusammen – das sind dann wohl die schönsten Momente.

Das macht uns einzigartig, unterscheidet uns von allen anderen Lebewesen. Unsere Emotionen gibt es so nur einmal. Jeder lebt sie auf seine ganz eigene Art aus.

Der eine ist verletzlicher, als der andere, der nächste kann Gefühle zeigen, ein anderer nicht.

Ich finde es unheimlich beeindruckend, wenn ich mir überlege, dass wir 7 Milliarden Menschen auf der Welt haben und niemand genau das selbe fühlt, wie die Person neben ihm.

Ich finde das ist eine großartige Chance, die wir viel mehr akzeptieren und vor allem auch schätzen sollten. Überleg mal, wie viele Möglichkeiten sich durch die ganzen verschiedenen Gedanken und Gefühle ergeben!

Wie viele neue Ansichten du für dein eigenes Leben daraus gewinnen kannst!

Das Leben ist schön. Es ist aber auch verwirrend, manchmal völlig planlos. Es gibt Momente, da bist du vollkommen im Hier und Jetzt und einen Augenblick später fragst du dich vielleicht, was du eigentlich hier machst. Kennst du das, wenn eigentlich alles super ist, du glücklich bist und plötzlich ist da so ein Gefühl in dir, dass irgendetwas fehlt. Es ist nur ganz kurz da, aber in diesem Moment schirmt es dich komplett von der Außenwelt ab. Du weißt nicht genau, was es ist. Du wüsstest es gerne. Du versuchst es kurz festzuhalten und herauszufinden, was es ist – aber dann ist es schon wieder weg.

Du dir selbst dann ganz fremd vorkommst, da du nicht genau weißt, was du eigentlich möchtest, was dir fehlt oder wo du im Leben hinwillst.

Mir hilft dabei immer das folgende Mantra. Seit ich das gefunden habe, fällt es mir viel leichter mich in der Planlosigkeit nicht so verloren zu fühlen, sondern es einfach anzunehmen und zu schauen, was passiert:

Das ist dein Leben

Hmm….und der letzte Teil meiner Lieblingspassage – ich muss sagen, dieser Teil beschäftigt mich eigentlich am meisten.

„Warum du den wieder vermisst,

Der dich sicher nicht befreit.“

Ich kann dir nicht sagen, wie lange ich schon über diesen Teil nachgedacht habe.

Ich glaube wir Menschen sind schlecht im Dinge loslassen, die meisten von uns mögen Veränderungen nicht besonders gern und wir alle lassen uns viel zu gerne von unserer Umwelt beeinflussen.

Wir halten an einem Menschen fest, obwohl wir irgendwo tief in uns wissen, dass es besser wäre zu gehen, weil man z.B. nicht die selbe Vorstellung vom Leben hat. Weil man nicht die selben Ansichten hat. Zu viele Unterschiede und eigentlich keine richtige gemeinsame Basis.

Aber wieso sich trennen, wenn es eigentlich warm und gemütlich ist?

Wieso nochmal von vorne anfangen? Wieder der ganze Datingmist, dieses ganze Beziehungs-Assesment-Center. Was würde wohl die Familie sagen? Was würde meine Freunde sagen? Und eigentlich sind wir ja auch schon viel zu lange zusammen, um die Zeit einfach wegzuwerfen.

Ich glaube wir halten viel zu oft an einer Person fest, von der wir im Endeffekt wissen, dass sie nicht zu unserem Traum vom Leben gehört – aber bleiben ist meistens gemütlicher als zu gehen.

Diese Person wird dich nicht in deinen Träumen fördern, sie wird dich nicht dorthin bringen, wo du hinmöchtest. Mit dieser Person wirst du niemals frei sein können.

Hör auf dich daran festzuklammern.

Ebenso wenn ihr bereits getrennt seit. Hör auf darüber nachzudenken. Es gab gute Gründe für die Trennung, erinnere dich daran zurück und halte nicht weiter an der Person fest, die dich auch im zweiten oder dritten Anlauf nicht glücklich machen wird. Sind wir ehrlich: Das wisst ihr doch eigentlich beide?

Aber ja, die Gemütlichkeit und die Gewohnheit stellen sich uns da ganz schön in den Weg.

Es ist nicht einfach loszulassen. Besinn dich auf dein Ziel, wo möchtest du hin und such dir jemanden, der dich darin unterstützen und beflügeln kann. Jemand der dich tatsächlich befreit.

Jemand der dich von den ewigen Zweifeln befreit. Von der ewigen Suche nach „mehr“. Jemand, der dir alles gibt, wonach du immer gesucht hast.

Berührt der Text dieses Songs euch so sehr wie mich? Laufen bei euch ebenfalls die Gedanken dazu rund?

Ich mag das Lied und bin auf jeden Fall gespannt, auf eure Gedanken!

Signatur Blog Klein

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6 Comments

  • Lena
    26. November 2015 at 21:18

    Liebe Monya,
    ich kann das total nachvollziehen, was du schreibst. Auch ich höre das Lied bestimmt 5 Mal am Tag und kann es gar nicht oft genug hören. Es ist wunderschön und ich kann nicht anders, als darüber nachzudenken.
    Ich glaube, uns sollte bewusst werden, dass wir es sind, die unser Leben gestalten und wir für alles verantwortlich sind. Für unsere Entscheidungen und für unser Handeln!
    Toller Beitrag und so ehrlich! Bitte mehr von solchen!
    Liebe Grüße,
    Lena

    • Monya
      Monya
      29. November 2015 at 16:12

      Liebe Lena,
      danke für dein tolles Feedback!
      Ich finde du hast das echt schön gesagt! Ich glaube auch, dass viele Menschen sich gar nicht bewusst machen, dass sie ihr Leben aktiv gestalten können bzw. auch müssen, um wirklich glücklich zu sein. Klar hat der eine oder der andere vielleicht bessere oder schlechtere Startbedingungen, aber wir alle sollten zumindest unser bestes geben, um selbstbestimmt und zufrieden leben zu können.

      Ich drück dich,
      Monya

  • Das twentysomething 1x1
    4. Dezember 2015 at 9:20

    Wow, was ein ehrlicher und schöner Beitrag! Ich konnte in jeder Zeile erkennen wie sehr du in den letzten Monaten gewachsen bist.

    Enjoy the ride of life,

    Pascal

    • Monya
      Monya
      5. Dezember 2015 at 20:18

      Pascal,
      ich danke dir 🙂 Das Gefühl habe ich auch!
      Schön, dass du vorbeigeschaut hast.

      Ich drück dich,
      Monya

  • Jeromelink
    13. März 2017 at 2:41

    Hallo
    Ich muss sagen ich liebe diese lied
    Ich bin 19 und bin genau in dieser Phase
    Was will ich werden
    Mit wem gehe ich ihn ne Beziehung
    Was muss ich werden um glücklich zu werden
    Ich habe immer nachgedacht was die Sätze bedeuten könnten und muss dir echt recht geben vor allen beim Satz den du wider vermisst der dich sicher nicht befreit

    • Monya
      Monya
      13. März 2017 at 14:31

      Hallo,
      vielen Dank für deinen Kommentar! 🙂
      Das Schöne (ja auch komplizierte) ist, dass du „erst“ 19 bist.
      Das ist super jung und ja ich weiß, wie überwältigende alle Möglichkeiten sind.
      Zum Thema Beruf kann ich dir mittlerweile nur sagen, mach das, was du möchtest, nicht das, was andere von dir erwarten.
      Es wird eine Zeit gut gehen, aber glücklich macht es nicht.
      Zum Thema Beziehung – ich finde mit 19 braucht es die Gedanken noch nicht. Du hast so viel Zeit, genieß das, was passiert.
      Leb dein Leben und stell nicht deine Träume für einen Partner zurück. Wenn es passt, dann wird es klappen.
      Liebe ist leider nicht immer rosarote Brille und gemeinsam Torte essen. Da gehören auch viele Entscheidungen dazu und manchmal geht man einfach nicht in die selbe Richtung – dann macht es keinen Sinn.

      Aber wirklich, du bist 19 – genieß es einfach 🙂 Es wird sich früher oder später alles finden.

      Solltest du noch mehr Hilfe brauchen, kannst du mir auch gerne einfach eine Mail schreiben.

      Ich wünsch dir alles Gute!

      Monya

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