dankbar sein lernen

Die Kunst der Dankbarkeit: So kannst du dankbar sein lernen

„Ich fühle, dass Kleinigkeiten die Summe des Lebens ausmachen“
Charles Dickens

Dankbarkeit….

Dankbarkeit ist wohl eines der passendsten Themen zur Weihnachtszeit. Es klingt so einfach und doch ist es so schwer Dankbar zu sein.

Wir alle streben nach dem mehr. Dem besseren Leben, dem besseren Partner, dem besseren Essen und dem höheren Gehalt. Dabei vergessen wir oft, uns über die kleinen Dinge im Leben zu freuen und einfach nur glücklich zu sein.

Dieses Zitat von Charles Dickens hat mich heute morgen in meinem Glücksadventskalender begrüßt und ich finde es sehr passend zum Thema Dankbarkeit.

Gestern erst ist ein guter Freund auf mich zugekommen und meinte zu mir, dass er so schrecklich ungeduldig ist und sich so auf der Stelle fühlt, dass er kleine positive Veränderungen oder Momente gar nicht wahrnimmt.

Das fand ich extrem schade, da es meiner Meinung nach sehr einfach ist, sich über Kleinigkeiten zu freuen. Aber wenn man den Blick dafür verloren hat, erfordert es einiges an Konzentration, um die kleinen Freuden des Lebens wieder wahrzunehmen.

Wenn ich durch meinen Tag gehe, gibt es so viele kleine Dinge, die mich begeistern. Manchmal habe ich dabei das Gefühl, dass mir das innere Kind nicht verloren gegangen ist, wie manch anderen Menschen und ich sehr leicht zu begeistern bin.

Du kannst dir nicht vorstellen, wie glücklich es mich macht, trockenes Laub mit dem Fuß wegzukicken und dabei dem schönen Rascheln zuzuhören. Oder mein Gesicht in die Sonne zu halten. Wenn mir jemand einen Tee für den Weg zur Arbeit macht oder mich abends in den Arm nimmt. Es gibt unzähliger solcher kleiner Momente am Tag.

Du kannst ruhig zulassen, dich in solch einem Moment zu verlieren. Dich einfach einen Moment aus dem Alltag fallen zu lassen und das Leben zu spüren. Dankbar für den Moment zu sein und auch dankbar zu sein, dass du Zeit hast, diesen Augenblick zu genießen.

Glaub mir, ich weiß, wie schnell man in einem stressigen Alltag die kleinen Besonderheiten verpasst. Den Blick nur starr auf den Weg richtet, im Stress versinkt und am Ende des Tages das Gefühl hat, nicht gelebt zu haben.

Umso wichtiger ist es, dass du versuchst aktiv durch deinen Tag zu gehen und die Besonderheiten um dich herum wahrzunehmen. Und vor allem dich bewusst für diese tollen Momente „bedankst“. Das kann natürlich ein echtes „Danke“ für deine Liebsten sein, wenn sie dir etwas Gutes getan haben, aber auch dankbar sein zu können, dass man z.B. sein Gesicht gerade in die Sonne halten kann und nicht im Büro sitzen muss.

Was möchte ich jetzt von dir? Du sollst dankbar sein lernen!

Setz dich hin und denk kurz über dein Leben nach.

Was gibt es darin Tolles?

Du hast einen lieben Freund? Jeden Tag genug zu essen? Eine hübsche Wohnung? Einen tollen Job? Sogar ein Auto vor der Tür stehen? Du musst dir keine Gedanken machen, ob dein Zuhause morgen noch sicher ist? Du bist gesund? Hast eine liebe Familie? Jeden Monat ein geregeltes Einkommen?

Wenn nur einiges davon zutrifft, dann hast du schon so viel mehr als der Großteil der Weltbevölkerung. Ich finde das ist es auf jeden Fall wert, dafür dankbar zu sein.

Schreib einfach mal alles auf und von Zeile zu Zeile wirst du sehen, was du in deinem Leben alles hast. Mir geht es oft so, dass ich dann feststelle, dass mein „Jammern nach mehr“ doch ein Meckern auf sehr, sehr hohem Niveau ist.

Wir haben es so unglaublich gut hier. Wir haben die Chance unser Leben selbstbestimmt zu leben. Wir haben genügend Ressourcen, sind sicher und haben ein behütetes Umfeld. So viele träumen davon und wir müssen es einfach nur richtig nutzen.

Mein Tipp:

Schreib dir täglich vor dem Schlafengehen 3 Dinge auf, für die du dankbar bist. So entsteht dein ganz eigenes Dankbarkeitstagebuch.dankbar sein lernen

Glaub mir, du wirst mit einem viel zufriedeneren Gefühl einschlafen und mit einem besseren Gefühl in den neuen Tag starten. Irgendwann wird sich dieses Glücksgefühl der Dankbarkeit fest in deinem Leben verankern.

Wenn du dann wieder einmal das Gefühl hast, dass doch alles gerade schlecht läuft, weil du immer noch nicht Gehalt x oder Job y erreicht hast, dann nimm doch einfach deine Notizen und ruf dir ins Gedächtnis, was du alles hast und dass das fürs erste genug ist, um glücklich zu sein.

Noch wichtig:

Lös dich von Neid und dem ewigen Drang, dich mit anderen zu vergleichen. Dein ehemaliger Kommilitone fährt schon Porsche und du immer noch den alten, vergammelten Polo? Egal beide fahren! Andere Menschen laufen täglich 3h bis zur nächsten Wasserstelle.

Dieses ewige Betrachten der Anderen. Die ständigen Vergleiche. Der Neid, dasselbe haben zu wollen. All das macht dich auf die Dauer nur unzufrieden, weil einiges davon vielleicht nicht erreichbar ist. Konzentrier dich auf dich! Gib dein bestes, um glücklich zu sein.

Ich bin mir sicher, dass nicht zwingend der Porschefahrer glücklicher ist, als du und dein alter Polo. Es gibt immer zwei Seiten einer Medaille (ok, im Büro wäre das jetzt ein Fall für das Phrasenschwein gewesen): Ein schickes Auto bedeutet meistens ein hohes Einkommen, dahinter verbirgt sich aber in vielen, vielen Fällen sehr viel Arbeit und z.B. wenig Zeit für Freunde, Familie und Hobbies. Ganz ehrlich, ich für meinen Teil habe lieber das, als den Porsche.

Schätze das, was du hast und lass dich nicht von dem, was die anderen haben runterziehen. Jeder von uns ist für sein eigenes Glück verantwortlich. Ewig dem der anderen hinterherzuschauen macht weder glücklich, noch motiviert es. Es frustriert dich nur immer mehr, bis du irgendwann aufgibst, wirklich an deinem Glück zu arbeiten.

Ich hoffe du schaffst es, deinen Blick wieder auf die kleinen Glücksmomente im Leben zu lenken und das zu schätzen was du hast. Ruf doch gleich mal deinen Freund oder deine Freundin an und sag ihm oder ihr, wie glücklich du mit der Beziehung bist und dass du froh bist, ihn bzw. sie zu haben.

Eigentlich wollte ich noch ein tolles Zitat zum Thema Dankbarkeit einfügen, aber es gibt zu viele tolle und bei jedem dachte ich mich: Genau das ist es!

Deswegen ist in diesem Beitrag erst einmal das, das mir spontan am besten gefallen hat. Es wird einen extra Beitrag mit Zitaten zum Thema Dankbarkeit geben.

Wofür bin ich heute dankbar?

  • Für meine Großeltern, bei denen ich heute zu Besuch sein darf und die mich wie immer rundum mit leckerem Essen und alten Geschichten umsorgen
  • Dass ich heute Abend mit Freunden auf dem schönsten Weihnachtsmarkt verbringen darf
  • Für einen lieben Typ, der mir zeigt, dass zu viele Mauern im Inneren vielleicht doch nicht so ganz der richtige Weg zum Glück sind

So und nun bist du dran! Verrate mir doch in deinem Kommentar, wofür du dankbar bist.
Ich bin sehr gespannt und freu mich davon zu lesen.

Signatur Blog Klein

 

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3 Comments

  • Lena
    12. Dezember 2015 at 19:09

    Liebe Monya,
    ein wundervoller Text zum Thema Dankbarkeit! Du hast vollkommen recht, dass wir uns öfter selbst zeigen müssen, wofür wir dankbar sein sollten. Ich bin jeden Tag dankbar dafür, Zeit für mich zu finden. So kann ich mich besser kennen lernen und mich weiterbilden. Zeit für meine Leidenschaften nutzen und glücklich sein. Ich bin dankbar, dass ich Freunde habe, die mich verstehen (so wie dich) und dankbar für all die Leute, die mir nahe stehen.
    Dankbarkeit ist wichtig, aber leider wird sie oft vergessen!
    Liebe Grüße, Lena

    P.S. Ich freue mich sehr auf die Zitate!

    • Monya
      Monya
      16. Dezember 2015 at 20:46

      Liebste Lena,
      danke für deinen Kommentar 🙂
      Ich kann echt verstehen, dass du dankbar für die Zeit für dich bist – davon wünsche ich mir oft etwas mehr.
      Nutze die Zeit für deine Leidenschaft und genieß es.
      Ich glaube wir streben einfach immer so sehr nach dem „MEHR“, dass wir ganz vergessen, die kleinen Dinge zu schätzen.

      Ich bin auch sehr dankbar dafür, dich zu haben 🙂

      Ich drück dich,
      Monya

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